EIN SCHRITT AUS DEM HAMSTERRAD

Ich möchte Ihnen die Geschichte von Cornelia erzählen. Sie war Geschäftsführerin eines international tätigen Finanzunternehmens und hat ihren Weg aus dem Hamsterrad durch unsere Ausbildung gefunden. Als ich sie zum ersten Mal traf, dachte ich, sie sei viel älter als 33. Sie sah grau aus und niemand hätte sie in der Menge erkennen können. Sie war innerlich von allem getrennt, was sie ausmachte. Sie spürte sich nicht mehr und konnte weder ihre eigene Grenzen erkennen, noch wusste sie, wo sie hingehört. Sie suchte nach Anerkennung, Gesehen-werden, Angenommen-werden, Dazugehören und war unendlich getrieben.

Beitrag von Cornelia

„In mir ist es leer. Wirklich, es ist einfach leer! Ich muss mich erst mal setzen nach dieser Erkenntnis. Was ich noch nicht weiß: Dieser Moment ist der erste Schritt in ein neues Leben.
Es ist Sommer 2013, ich bin 33 Jahre alt und ich habe eben erst in einem Practitioner-Kurs am campo molinari erkannt: In Wirklichkeit sind all die Dinge, die ich ‘angesammelt’ habe, bedeutungslos. Meine Freundschaften werden gespeist auf niedriger Flamme und sind dementsprechend ‘nett’. Sogar das Essen schmeckt schal, genauso schal sind meine Männerbekanntschaften.
Ich lebe eindimensional für die Arbeit. 7 Tage die Woche. Bis zur absoluten Erschöpfung. Eine Arbeit, die mir scheinbar alles gibt, was ich brauche: Erfolg, Bestätigung & Anerkennung, ein Netzwerk von einflussreichen Menschen (meist) Männern, ein gefülltes Bankkonto und einen interessanten Google-Search Titel. Denn, danach hungert es in mir. Dafür bin ich bereit viel, sehr viel zu tun. Ich sitze im goldenen Käfig. Und mache mich dabei unbewusst abhängig von anderen und den Umständen.
Ich habe bis dahin nicht verstanden, dass wenn das Äußere nach Innen gestülpt wird das Innere nur ganz still und leise rebelliert. Sodass man es kaum noch hört. Es wird immer leiser und zieht sich zurück. Erst langsam und behutsam kommt sie wieder zu mir durch in den Practitioner- und Masterseminaren. Und etwas lauter an diesem Tag.

Heute bin ich schon ein paar Jahre aus der Eindimensionalität ausgestiegen. Ich habe in meiner letzten Karriere alles erreicht, was ich erreichen wollte. Die letzte Etappe allerdings nach meinen Bedingungen und bewusst auf meiner Kraftquelle basierend. Das hat mir ermöglicht einige Lebensträume zu leben. Wie zum Beispiel eine Weltreise für fast zwei Jahre, das letzte Jahr mit meinem jetzigen Ehemann. Oder mich strategisch auf oberster Ebene einzumischen. Auch im Außen hat meine Karriere erst durch diesen ersten Schritt an Qualität gewonnen. Etwas hatte sich verändert, das war für alle sichtbar. Und das hatte mich letztendlich attraktiver für Top-Positionen gemacht.
Den goldenen Käfig zu verlassen und auch die Stadt London für Wien zu tauschen waren die letzten wichtigen Schritte im Jahr 2018. Nach einem Sabbatical-Jahr bin ich jetzt im Begriff meine eigene Coaching und Beratungsfirma aufzubauen. Meinen Werten entsprechend. Im Dienste vom Wachstum mutiger Strategieentscheider, in Organisationen, denen Würde im Veränderungsprozess essentiell ist.

Dies sind die 5 wichtigsten Erkenntnisse die ich aus meinem Veränderungsprozess gelernt habe:

1. Definiere deinen Erfolg im Innen

Erfolgsdefinitionen im Außen machen uns nicht froh. Mehr Geld, einen besseren Titel, die Anzahl der Mitarbeiter und Designer-Sachen erfüllen uns nicht. Wir wissen das alle, und doch geben wir der nächsten Beförderung mehr Stellenwert als uns zu fragen: Was ist MEINE Definition von Erfolg? Und wie weiß ich im Inneren, dass ich erfolgreich bin?
Meine Definition ist: Erfolg = ich selbst zu sein.
Eine innere Erfolgsdefinition macht freier, sie ist ein innerer Kompass und hilft uns dadurch weniger manipulierbar zu sein, da wir damit nicht von der Anerkennung im Außen gesteuert werden.

2. Change = Chance

Jede Veränderung ist eine Chance. Selbst die, die nicht von dir selbst gewählt ist. Finde heraus, was du selbst beeinflussen kannst in dieser Veränderung. Und um dich selbst im Spiegel anschauen zu können, frage dich: Was ist für dich wichtig? Welche Werte, Glaubenssätze und Strategien helfen dir?

3. Angst und Vertrauen

Tiefe Veränderungen machen uns oft Angst. Wir können die Auswirkungen nicht wirklich absehen, wissen aber oft gut, was wir aufgeben werden. In meinem Fall waren das Existenzängste. Wer bin ich, wenn ich nicht mehr (… Geschäftsführerin eines international tätigen Finanzunternehmens …) bin? Es ist wichtig diesen Ängsten auch Raum zu geben. Je mehr wir sie sehen, sie annehmen und ihnen einen Platz geben, desto mehr wird gleichzeitig unser Vertrauen in uns selbst größer.

4. Der erste Schritt

Es ist wirklich egal, wo du gerade stehst. Wichtig ist, dass du den ersten Schritt machst. Der erste Schritt ist der schwerste. Wenn du ihn gegangen bist und auf deine innere Stimme hörst, dann wirst du die nächsten Schritte ganz natürlich tun.

5. Ein Nein im Außen ist ein JA zu dir selbst

Trau dich, öfter Nein zu sagen. Ein Nein im Außen ist in der Regel ein Ja zu dir selbst. Zu deinem authentischen Ich, das du würdigst, indem du Grenzen setzt und für dich und deine Bedürfnisse einstehst.


Das war die Geschichte von Cornelia. Heute hat sie eine tolle Ausstrahlung, sodass richtig interessante Menschen auf sie zukommen. Sie hat ihren Körper zurückgewonnen und weiß ganz genau, wo ihr Platz ist. Ihr Erfolg hat sich verändert und ist viel mehr mit Genuss und Leidenschaft gekoppelt. Übrigens, Leidenschaft und Genuss gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Werden Grundbedürfnisse erfüllt, dann ist Frieden in uns und wir können aufhören, die Trennung in uns zu produzieren, aufhören zu funktionieren und das Hamsterrad verlassen.
So wie diese Geschichte gibt es andere, von Menschen, die in Unternehmen geblieben sind und ihr neues Wirken gefunden haben. Menschen, die ihr Hamsterrad zuhause hatten, mit den Eltern, in ihrer Beziehung oder mit den Kindern, haben andere Wege gefunden, um das Hamsterrad zu verlassen. Sie haben ihrem Privatleben einen neuen Rahmen gegeben, der von innen kam und mit ihrem ICH verbunden war, statt mit Ihrem EGO.
Hamsterrad sind Aktionen, die Sie in Ihrem Leben selbst schaffen. Die Energie dafür stellen Sie von Ihrem inneren Energiekonto zu Verfügung. Wollen Sie das?

Eine innere Erfolgsdefinition macht freier,
sie ist ein innerer Kompass und hilft uns dadurch weniger manipulierbar zu sein, da wir damit nicht von der Anerkennung im Außen gesteuert werden.
– Paola Molinari –

 

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